Unsere Orgel

„Die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, nicht ein Menschengeschenk."

Und: „...ich wollt alle Künste, sonderlich die Musica gerne sehen im Dienste des, der sie gegeben und geschaffen hat.“

Martin Luther



Planung

Michael Bäumer hat in Zusammenarbeit mit dem Orgelausschuss, dem Landeskantor Matthias Krampe, dem italienischen Orgelbauer Francesco Zanin, dem Architekten Günther Marschall und mehreren Organisten gemeinsam die Planung vorgenommen.

Bau und Intonation

Francesco Zanin, Juniorchef der Orgelfabrik, Cav. Francesco Zanin di Gustavo Zanin, I-33033 Codroipo (Udine) Via Livenza 1.

Die Orgel in Salzburg-Süd hat einen wunderbaren Klang und bietet eine breite Möglichkeit zur musikalischen Entfaltung. Nicht zuletzt deshalb spielten auf diesem Instrument schon einige bekannte Salzburger Organisten Orgelkonzerte, wobei Werke von Mozart, Bach, Buxtehude und französische Meister zur Aufführung kamen.

Aus architektonischen Gründen entschied man sich für die linke hintere Eckposition und unsymmetrischen Aufbau. Die Pfeifen sind daher großteils halbtonweise (chromatisch) auf-gereiht. Durch Verlegen der Pedallade in die Ecke konnte nicht nur Platz gespart, sondern auch das Gehäuse für die Manualregister schlank gestaltet werden. Um mit der maximalen Höhe von 3,8 m auszukommen, wurden die langen Prospektpfeifen des Prinzipal 8´tiefer-gelegt („verführt“) und die unterste Oktave der Viola 8´ (ein reizvolles Register!) gedeckt ausgeführt.

Geplant wurden 14 Register, davon 3 für das Pedal. Durch Aufteilen der 4-fachen Mixtur in eine 3-fache und ein 1-Fuß-Register (Zimbel genannt) entstanden 15 Register – für eine zwei-manualige Orgel immer noch wenig. Um trotzdem vielfältig registrieren und einen großen Teil der Orgelliteratur wiedergeben zu können, wurde die seltene Bauart „Durchschobene Windlade“ mit „Wechselschleifen“ gewählt. So lassen sich 9 der 12 Manualregister wahlweise am 1. oder 2. Manual verwenden.